Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst.

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Nächstenliebe ist das Fundament kirchlicher Arbeit in Deutschland wie auf der ganzen Welt. missio ist zutiefst davon überzeugt, dass das Evangelium das beste Angebot ist, das wir der Welt anbieten können. Je mehr Menschen das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe leben, umso menschlicher wird diese Welt werden. Dafür setzt sich missio ein. Davon sind wir überzeugt. Dafür leben wir.

Die Botschaft Jesu ermöglicht ein Leben in Würde und Freiheit. Seine liebevolle Zuwendung zu den Ausgegrenzten überwand Stigmatisierung und Erniedrigung. Heute ist es unser Auftrag als Kirche, gesellschaftlich und kulturell verordnete Tabuisierungen zu überwinden. Eine Kirche, die die Armen und Schwachen nicht ausgrenzt, sondern sie in ihrer Lebenssituation annimmt und willkommen heißt, zeigt der Welt das leidenschaftlich liebende Antlitz Gottes.

Zuwendung für Aids-Kranke

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Die Botschaft Jesu ermöglicht ein Leben in Würde und Freiheit. Auch und ganz besonders dort, wo das Leben bedroht und medizinische Heilung nicht möglich ist. missio hatte für den Monat der Weltmission im Jahr 2006 das Thema HIV/Aids aufgegriffen.

Doch nicht das Krankheitsbild steht im Mittelpunkt - sondern unser Glaube. Denn wir sind davon überzeugt, »was die Antwort der Kirche von der anderer Organisationen unterscheidet, ist die Dimension des Glaubens, die sie beseelt« (Bischof Frank Nubuasah, Botsuana). Deshalb fördert missio auch weiterhin die Ausbildung von Menschen – damit diese Zuwendung geben können und die Kranken und betroffenen Familien auf ihrem Leidensweg begleiten und ihnen zur Seite stehen.

Sie halfen zum Beispiel im Jahre 2005 dem 28jährigen Mike Edinson aus Nkhukwa. Vier Jahre zuvor war sein Kind gestorben, ein Jahr darauf seine Frau. Er lebt seitdem allein in seiner Hütte. Als das Home Based Care Programm ihn aufnahm, war er ein hilfloses Wrack mit offenen Wunden an seinen Beinen. Die Wunden verheilten dank der Hilfe des Home Based Care Programms. Dafür, dass er, der arbeitsunfähige Aidskranke, nicht verhungert, sorgt seine in der Nähe lebende Schwester. »Das Treffen mit den anderen Aidskranken an jedem Mittwoch im Zentrum ist wichtig«, sagt er, »da lesen wir zusammen in der Bibel, singen und beten miteinander und machen uns gegenseitig Mut.«

Lebenswürdiges Dasein trotz widriger Umstände

Manila Smokey Mountains
 

Eine Karriere in Rom tauschte der philippinische Priester Benigno Beltran mit einer kleinen Pfarrei auf den qualmenden Hügeln einer riesigen Mülldeponie am Rande Manilas: Auf den »Smokey Mountains« verdienen ganze Familien ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Kunststoff, Aluminium und Kupfer – eine Arbeit, die nicht viel einbringt und obendrein krank macht.

Zwar weiß der Priester der Steyler Missionsgesellschaft, dass der Kampf ums Überleben mit dem täglichen Durchforsten der riesigen Abfallberge nach Wiederverwertbarem beginnt. Jedoch wollte der ehemalige Dozent für Theologie Benigno den Müllsuchern beweisen, dass in jedem selbst die Fähigkeit steckt, trotz widriger Umstände ein lebenswürdiges Dasein zu führen. »Die Frauen, Männer und Kinder sollen lernen, dass sie das Gefühl für ihren eigenen Wert nicht durch materiellen Wohlstand erhalten.« Neben verschiedenen pastoralen Aktivitäten initiierte Pater Benigno mit zwei Mitbrüdern deshalb Ausbildungsprogramme für die Müllsucher. Viele Bewohner gehen inzwischen einer Betätigung als Handwerker oder Kaufmann nach.


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