Das Nationale Seminar St. Mary in Ggaba liegt in der Erzdiözese Kampala im Osten Ugandas, unweit des Viktoriasees. Jedes Jahr studieren dort rund 150 Priesteramtsanwärter.
Inhalt
Priesterseminar St. Mary Ggaba
Die Seminaristen zeigen großes Interesse an ihrer Ausbildung. Während des vierjährigen Studiums lernen sie neben dem theologischen Fachwissen auch Verantwortungsbewusstsein, Selbstdisziplin und Menschenführung. Die kulturellen Unterschiede, die zwischen den Seminaristen aus verschiedenen Gegenden bestehen, sind eine reiche Quelle des Wissens und eine Möglichkeit, das harmonische Zusammenleben verschiedener ethnischer Gruppen einzuüben. Besonderes Augenmerk gilt dem gemeinsamen Gebet bei Eucharistiefeiern, Laudes, Vespern, Rosenkranzgebeten und Kreuzwegandachten.
Zum Seminar gehört ein großes Grundstück, auf dem Matoke (Wurzeln) und Gemüse angebaut werden. Auch Schweine, Kühe und Geflügel werden gehalten. In ihrer Freizeit arbeiten die Seminaristen mit auf dem Feld, helfen bei der Ernte oder bei der Versorgung der Tiere. Auch bei notwendigen Renovierungsarbeiten beteiligen sich die angehenden Priester.
Die Kosten für die Versorgung der Seminaristen sowie die Gehälter für die Lehrer und der Unterhalt für die Häuser sind sehr hoch. Die Einnahme aus dem Gemüsebau und der Landwirtschaft reichen bei weitem nicht aus, um die Ausgaben zu decken. Daher ist die Hilfe aus der Weltkirche für das Seminar nach wie vor lebensnotwendig. Die Zahl der Berufungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Doch aus Kostengründen müssen immer wieder befähigte junge Männer abgelehnt werden.
Mit Gott im Herzen geht man auch nach einer Niederlage als Sieger vom Platz.