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Lebensorientierung für Jugendliche im christlichen Kontext
In Gujarat unterhält der Jesuitenorden 11 Internatsschulen. Dort versucht man, christlichen jungen Menschen eine Lebensorientierung mit auf den Weg zu geben – über die Schulbildung hinaus.
Für 650 Schülerinnen und Schüler, die die Schule bald beenden werden, sind in den Ferien 21 Sommercamps geplant, in denen Programme zu unterschiedlichen Themen stattfinden, um die Jugendlichen auf das Leben vorzubereiten – auf der Basis christlicher Werte. Es gibt Schulungen zur Persönlichkeitsbildung, zum Thema Management, Zeit- und Stress-Management, Menschenrechte, geschlechtsspezifische Probleme, Ökologie, Hygiene, Abfassung von Korrespondenz, Bewerbungsgespräche, ja sogar zur Reparatur von Haushaltsgeräten.
Die kirchlich-politische Lage in Gujarat mit dem teilweise gewalttätigen Einfluss des Hinduismus, Phänomene wie Korruption, aber auch Identitätskrisen, Suche nach persönlichen Werten sind Hintergrund für diese Maßnahmen.
Christen gehören meist den unteren Schichten an, den Kastenlosen und Ureinwohnern. Sie verlieren zunehmend an Mut und Selbstbewusstsein, auch wegen mangelnder Bildung und aus Angst vor Repressalien. Fehlende Kenntnisse führen zu Arbeitslosigkeit, zu Perspektivlosigkeit und häufig zu Alkohol- und Drogenmissbrauch.
Diesem Teufelskreis wollen die Jesuiten mit ihren Programmen entgegenwirken. Sie wurden schon im Süden von Gujarat mit großem Erfolg durchgeführt. Fast alle Schulabgänger haben eine Arbeitsstelle gefunden. Nun sollen die Sommercamps auch auf den Norden Gujarats ausgedehnt werden. Jedes Camp ist vorgesehen für 30 Teilnehmer und dauert sieben Tage.
Hierfür wird missio um einen Zuschuss von € 8.000 gebeten. Pro Sommerlager sind das für eine Woche: € 380 – oder pro Person € 12,30.
Eine Spende für dieses Projekt ist eine Investition in die Zukunft hoffungsvoller junger Menschen.
Mit Gott im Herzen geht man auch nach einer Niederlage als Sieger vom Platz.