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Sudan

Aus- und Weiterbildungsprogramm 2009 für kirchliche Mitarbeiter/innen

Aus- und Weiterbildungsprogramm 2009 für kirchliche Mitarbeiter/innen
© missio Karl-Heinz Melters

Im Sudan, dem größten Land Afrikas, endete der Bürgerkrieg 2005 mit einem Friedensabkommen zwischen dem mehrheitlich muslimischen Norden und dem „animistisch"-christlichen Süden. Insgesamt dauerte der Bürgerkrieg von 1955 bis 1972 und von 1983 bis 2005.

Schätzungen gehen davon aus, dass bei den Kämpfen im sudanesischen Bürgerkrieg, die überwiegend in den südlichen Landesteilen stattfanden, ca. zwei Millionen Menschen ihr Leben verloren. Mehr als vier Millionen wurden im Südsudan im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen vertrieben.
Krieg und Vertreibung hinterließen Tausende, vor allem jüngere Menschen, die wegen Verlust der eigenen kulturellen Identität, fehlender religiöser Erziehung, traumatischen Erlebnissen, mangelnder Schulbildung und Berufsausbildung und damit verbundener Perspektivlosigkeit bereits als „verlorene Generation" bezeichnet wird. Fehlende Sicherheit, Hunger, Krankheiten, die Erfahrung von Folter und Tod hinterließen desorientierte, verstörte und ängstliche Menschen ohne Zutrauen in eine bessere Zukunft.

Junge Sudanesen haben nichts als Krieg erlebt
In dieser Situation ist die Kirche, die das Vertrauen der Menschen genießt, besonders gefordert. Zum Beispiel in der Diözese Rumbek, die von Bischof Caesare Mazzolari geleitet wird. Sie umfasst ein Gebiet, das etwa halb so groß ist wie Italien. Hier leben ca. 3,8 Millionen Menschen, an ihrer Seite engagieren sich 31 Priester, 11 Ordensbrüder und 48 Ordensschwestern. Unersetzlich ist für sie die Unterstützung durch rund 1.200 Katechisten in der pastoralen Arbeit. Nur 150 von ihnen sind hauptamtlich in den elf Pfarrgemeinden des Bistums mit 89.000 Gläubigen im Einsatz. Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung des kirchlichen Personals und wichtiger kirchlicher Zielgruppen ist nach dem verheerenden Krieg ein wichtiges Anliegen des Bischofs. Auf der Vollversammlung im Februar 2009 wurden mehrere notwendige Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung beschlossen, deren Realisierung durch missios finanzielle Unterstützung ermöglicht werden soll.

Dazu gehört ein eigener Jugendkongress. Zu dieser viertägigen Veranstaltung werden 500 Jugendvertreter aus allen Pfarreien erwartet. Gemeinsam soll beraten werden wie eine gute Begleitung und Betreuung für die Jugend in den Gemeinden und in der Diözese aufgebaut werden kann. Bei der Gelegenheit sollen auch Jugendvertreter gewählt und Themen beraten werden, die für Jugendliche in dieser Situation zukunftsweisend sind.

Die Kosten
Mit Ihrer Spende tragen Sie zum Aufbau eines Landes bei, in der eine Generation herangewachsen ist, die keinen Frieden kennt. So wie die Kirche Rettungsanker im Krieg war, versucht sie nun mit den Menschen zu neuen Ufern aufzubrechen. Sie können dabei sein. missio unterstützt dieses Projekt mit 18.300,00 Euro


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v.l.n.r.: Fr. Angela Mispagel, Fr. Sigrid Lammertz, Fr. Katrin Scherb, Fr. Vera Roder, Hr. Bernd Merzenich

Angela Mispagel, Sigrid Lammertz, Katrin Scherb, Vera Roder, Bernd Merzenich ,
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