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Mosambik

Ein Haus für Frauen und ihre Rechte

Ein Haus für Frauen und Ihre Rechte
© missio / Matthias Vogt

In Mosambik liegen Verzweiflung und Hoffnung dicht beieinander. Die Lebens-bedingungen der 19 Millionen Mosambikaner spiegeln beispielhaft das „afrikanische“ Dilemma wieder.

Knapp drei Viertel der Bevölkerung Mosambiks leben in Armut. Die HIV-Rate beträgt 13 Prozent, die durchschnittliche Lebenserwartung 36 Jahre. In weiten Teilen des Küstenstaates gibt es weder eine ausreichende medizinische Versorgung, noch Bildungseinrichtungen oder andere staatliche Dienste. Das Land zahlt bis heute den Preis für einen siebzehn Jahre währenden Bürgerkrieg, der mit der Erlangung der Unabhängigkeit von Portugal im Jahre 1975 ausbrach. Während der beiden folgenden Dekaden wurde nahezu die gesamte Infrastruktur zerstört. Bis heute ist ein Großteil der Straßen unpassierbar. Das Leben in Mosambik ist im wahrsten Sinne des Wortes ein einziger Hindernislauf.

Kirche leistet großen Beitrag zur nationalen Aussöhnung
Auf der anderen Seite gehört der südostafrikanische Staat zu den Hoffnungsträgern auf dem Schwarzen Kontinent. Seit dem Friedensschluss 1992 hat sich die soziale Situation erheblich verbessert. Das Wirtschaftswachstum liegt bei durchschnittlich sechs Prozent. Mosambik ist eines der ersten afrikanischen Länder, das ein Strategiepapier zur Armutsbekämpfung verabschiedet hat. Einen großen Beitrag zur nationalen Aussöhnung leistete und leistet die katholische Kirche. Rund ein Drittel der Mosambikaner sind gläubige Christen, knapp 20 Prozent katholisch. Die Kirche genießt bei nahezu der gesamten Bevölkerung ein hohes Ansehen. Neben ihrem umfangreichen sozialen Engagement beruht das Vertrauen in die Kirche auf ihrer entscheidenden Rolle bei der Beilegung des Bürgerkrieges.

Fertigstellung des Ausbildungszentrums für Frauen
Die 1993 gegründete Diözese Gurué liegt in Zentral-Mosambik, von 1,5 Millionen Bewohnern sind 250.000 katholisch. Der diözesane Frauenorden „Nossa Senhora da Visitação" ist vor allem in der Familien- und Frauenpastoral tätig. Mit eigenen Mitteln hatten die Ordensfrauen mit dem Bau eines kleinen Zentrums für die Aus- und Fortbildung von Frauen begonnen. Bei den geplanten Kursen geht es zum Beispiel um Frauen- und Menschenrechte oder die Rolle der Frau in Ehe und Familie. Außerdem soll Frauen, die durch Gewalt in der Ehe oder Alkoholmissbrauch traumatisiert sind, eine Analyse und Aufarbeitung ihrer seelischen Probleme ermöglicht werden.
Die Schwestern haben es geschafft, Fundament und Seitenmauern des Zentrums fertig zu stellen, aber für den teuren Dachstuhl fehlt es ebenso an Mitteln, wie für die sanitären Anlagen, die Elektro-Installation und den Außenanstrich. Mit Ihrer Spende können Sie also tatsächlich diese wichtige Aufgabe der Schwestern unter Dach und Fach bringen. missio unterstützt dieses Projekt mit 14.500,00 Euro.


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