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Ghana

Motorrad macht geistliche Gemeinschaft mobil

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© missio

Yendi wurde 1999 von der Erzdiözese Tamale abgetrennt und als eigenständiges Bistum gegründet. Die Diözese hat acht Pfarreien mit je ca. 35 Außenstationen. Die rund 574.000 Einwohner leben von ihren Feldern und dem Vieh.Durch die harten Lebensbedingungen und das Fehlen eines Sozialsystems liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 50 Jahren. Im Vergleich zum restlichen Land können hier die wenigsten Menschen lesen und schreiben.

Yendi gehört für die katholische Kirche zu den Gebieten der Erstevangelisierung in Ghana. Zum Christentum bekennen sich insgesamt 20 Prozent der Bevölkerung. Die Zahl derjenigen, die den traditionellen afrikanischen Religionen und ihren Glaubenspraktiken folgen, ist mit 50 Prozent der Bevölkerung entsprechend hoch. Zum Islam, der in der Region an Einfluss gewinnt, bekennen sich 30 Prozent.

Local Council of Churches
Die dortige christliche Bevölkerung verteilt sich auf 15 verschiedene Religionsgemeinschaften. Die meisten von ihnen sind unabhängige, nur sehr kleine protestantische Freikirchen, deren Einfluss auf die Bevölkerung gerade in Krisenzeiten nicht unterschätzt werden darf. Im Einzugsgebiet von Yendi mit seinen zahlreichen Dörfern kommt deshalb neben dem von der katholischen Kirche initiierten Komitee für den inter-religiösen Dialog dem 1995 gegründeten „Local Council of Churches in Yendi" (LCCY), eine große Bedeutung zu. Vor allem vor dem Hintergrund latenter Konflikte hauptsächlich zwischen den größeren Volksgruppen der Dagomba und Konkomba, die in den vergangenen Jahren immer wieder eskalierten.
Im LCCY arbeiten alle christlichen Gemeinschaften zusammen für ein gemeinsames Zeugnis von Christus im mehrheitlich nicht-christlichen Umfeld. Sie wollen so auch zu einem friedlichen Miteinander und zum inter-religiösen Dialog beitragen. Zum Angebot gehören ökumenische Gebetstreffen und Dankgottesdienste; Workshops, um die Gemeinschaften für ein friedliches Zusammenleben zu gewinnen; Seminare für kommunale Politiker zum Thema „gewaltfreie Wahlen"; aber auch Workshops über „Schulbildung für Mädchen", um die Bevölkerung für die Geschlechter-Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu sensibilisieren; und schließlich werden auch HIV/AIDS-Aufklärungsseminare angeboten.
Das in diesem Projekt erbetene Kleinkraftrad soll angeschafft werden, damit der für das ökumenische Programm zuständige Mitarbeiter die ländlichen Dörfer und Gemeinden außerhalb Yendis einfacher und schneller erreichen kann.

Die Kosten
Die einzelnen Programme fördern nicht nur die geistliche Gemeinschaft und die Wertschätzung untereinander, sie sind auch gelebtes christliches Zeugnis in einem überwiegend andersgläubigen Umfeld. Darum unterstützt missio dieses ökumenische Projekt der Kirche in Ghana. Ihre Spende kann dabei ein wichtiger Beitrag zu mehr Miteinander sein. Missio unterstützt dieses Projekt mit 2.200,00 Euro


Zusatzinformationen

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Ansprechpartner/in

v.l.n.r.: Fr. Angela Mispagel, Fr. Sigrid Lammertz, Fr. Katrin Scherb, Fr. Vera Roder, Hr. Bernd Merzenich

Angela Mispagel, Sigrid Lammertz, Katrin Scherb, Vera Roder, Bernd Merzenich ,
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