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Gewalt und Unrecht machen Menschen krank
Nigeria ist ein Land mit rund 140 Millionen Einwohnern, das offiziell als Demokratie gilt. Leben und Regieren sind aber geprägt von Korruption, Vetternwirtschaft, Gewalt und struktureller Armut großer Bevölkerungsteile. Der westafrikanische Staat gehört zu den führenden Ölproduzenten des Kontinents. Doch trotz enormer Einnahmen zählt er heute zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Reichtum wandert in die Taschen korrupter Eliten und großer Ölkonzerne.
Die Situation vor Ort
Politische und wirtschaftliche Interessen führen immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen, die zusätzlich eine Bekämpfung der Armut verhindern. Die dauernde Präsenz von Unrecht und Gewalt traumatisiert die Menschen. Auch die Zahl der Krebskranken in Nigeria ist relativ hoch. Im Land selbst gibt es aber praktisch keine Behandlungsmöglichkeiten - vor allem fehlt es an jeder psycho-sozialen-pastoralen Begleitung der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Bisher werden 80 Prozent der Krebsfälle in Nigeria so spät behandelt, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist.
Schwestern erschaffen ein Gesundheitssystem für den gesamten Norden Nigerias
Die Gemeinschaft der „Sisters of Nativity“ hat hier nun eine Vorreiterrolle übernommen. Der Orden wurde erst 1969 in Makurdi gegründet und zählt heute über 50 Schwestern. Das langsame Wachstum ist ganz bewusst den begrenzten finanziellen Mitteln für die Ausbildung angepasst. Dementsprechend sind alle Schwestern ungewöhnlich gut ausgebildet, gut organisiert und selbstbewusst. Die bekannteste Vertreterin der Gemeinschaft ist Sr. Rosemary Mamman, die viele Jahre lang in der Leitung des Ordens Verantwortung trug. Sie baute ein Gesundheitssystem für den gesamten Norden Nigerias auf und hat es fertig gebracht, dass sich die drei einheimischen Frauenorden dieser Region in Sachen Aus- und Weiterbildung zusammenschlossen.´
Ordensoberin erkrankte an Krebs
Dieses Engagement wurde jäh unterbrochen, als Sr. Rosemary 2007 an Krebs erkrankte. Ihr Rücktritt als Ordensoberin war für ungezählte Nigerianer ein Schock, weil man hier traditionell um jeden Preis an einem einmal erworbenen Amt festhält. Durch diese Entscheidung, durch Fernsehberichte über ihre Krebserkrankung und ihre Art mit der Krankheit umzugehen, wurde in Nigeria das Thema Krebs aus einem Tabubereich in die öffentliche Diskussion gezogen.
Aufbau Behandlungs- und Hilfszentrum für Krebskranke
Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen haben die „Sisters of Nativity“ die psycho-soziale und seelsorgliche Begleitung der Krebspatienten und ihrer Angehöriger mit in ihr Programm aufgenommen. Bei diesem Projekt geht es um den Aufbau des „Nativity Roma Support Centre“ in der Hauptstadt Abuja. Das Zentrum soll sich mittelfristig selbst finanzieren, braucht aber Starthilfe für die ersten drei Jahre.
Die Kosten
missio möchte diese wegweisende Arbeit der Schwestern mit 70.000,00 Euro unterstützen. Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass Krebs in Nigeria kein unabwendbares Schicksal bleibt.
Bei telefonischen Anfragen geben sie bitte die folgende Nummer an: M 141.012-09/001
Besser wenig und gerecht, als viel Besitz und Unrecht.