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Die St. Josefs-Heime - Eine Einrichtung für Straßenkinder

Pater Stirnemann mit Schützling
© missio Zuwendung und ein Rollstuhl - Pater Stirnemann unterstützt Musliminnen, die verstoßen wurden und in Not geraten sind.

Die Einwohner von Conakry sind extrem arm. Auf den Straßen leben Hunderte von Kindern, die ihre Familien verlassen haben oder von zu Hause vertrieben wurden. Sie sind völlig auf sich alleine gestellt und überleben, wie es ihnen eben möglich ist.

Im Jahr 1993 hat der damalige Erzbischof von Conakry, Mgr. Sarah, Pater Etienne Stirnemann beauftragt, sich um die Straßenkinder dort zu kümmern. Die Einwohner von Conakry sind extrem arm. Auf den Straßen leben Hunderte von Kindern, die ihre Familien verlassen haben oder von zu Hause vertrieben wurden. Sie sind völlig auf sich alleine gestellt und überleben, wie es ihnen eben möglich ist. Sie haben keine Schulbildung und Erziehung; sie sind allen Lastern und Übeln der Straße ausgesetzt, Opfer von Gewalt und Kriminalität.

Inzwischen gibt es acht verschiedene Heime für Mädchen und Jungen, aufgeteilt in verschiedene Altersgruppen, vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, der schon ins Berufsleben einsteigen kann. Die Heime sind alle dem heiligen Josef geweiht, den Pater Stirnemann als besonderen Beschützer seines Werkes immer wieder erfährt. Über 1000 Straßenkinder fanden dort ein Zuhause, erhielten dortSeelsorge und Schulbildung. Sie wurden von den Mitarbeitern der Heime auf den Märkten, Straßen und Plätzen der Stadt nachts aufgesammelt, wo sie auf Tischen oder auf dem Boden schliefen.

Die Kinder erhalten in den Heimen alles, was ein Kind braucht: Fürsorge, Liebe, Nahrung, medizinische Versorgung, Schulbildung, Kleidung. Sechs bis zehn Kinder teilen sich ein Zimmer. Bei Ankunft im Heim erhalten alle Kinder eine Grundausstattung – von den Schuhen bis zur Bettwäsche. Nachhilfeunterricht ist ein wichtiger Punkt: Die meisten Kinder brauchen einen Förderunterricht, bevor sie eine reguläre Schule besuchen können.

  • Der Betrieb aller Heime erfordert monatlich 5.000,- Euro.
  • Das Schulgeld für ein Kind beträgt im Jahr 20,- Euro.
  • Die Grundversorgung pro Woche für ein Heim kommt auf 230,- Euro.
  • 1 Sack Reis kostet schon 21,- Euro, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Jeder Beitrag zur Fortführung dieses Werkes ist hochwillkommen. Es ist für die Kinder eine Chance und für die Mitarbeiter, insbesondere für Pater Stirnemann, Ermutigung, in ihrer Aufgabe nicht nachzulassen. Sie vertrauen auf die göttliche Vorsehung und die Güte ihrer Mitmenschen, denn die Heime haben bislang noch keine eigenen Einkünfte und leben ausschließlich von Spenden.

In Zukunft sind kleine Selbsthilfemaßnahmen geplant, wie die Einrichtung von Lehrwerkstätten, deren Produkte dann zum Unterhalt beitragen sollen.

Lesen Sie hier ein Interview mit Pater Stirnemann...


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