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Unser Thema: HIV / Aids
Kinder
Besonders sind es die Kinder und Jugendlichen, die unter HIV/Aids und seinen Folgen zu leiden haben: Einerseits als HIV-positive Patienten selbst, meist infiziert durch die Mutter während Schwangerschaft oder Stillzeit, meist ohne Zugang zu adäquater medizinischer Therapie und Pflege. Andererseits als Kinder, die verantwortlich für ihre kranken Eltern sorgen müssen. Schließlich als Aidswaisen, die nach dem Verlust der Eltern vielfach traumatisiert zurückbleiben, untergebracht in überforderten Großfamilien, oder völlig auf sich gestellt in den sogenannten child-headed-households. Täglich werden mehr als 6.000 Kinder durch Aids zu Waisen.
Ihnen fehlt nicht allein elterliche Fürsorge und Schutz, sie verlieren zudem ihre ökonomische Basis, so dass sie von Mangelernährung, unzureichender Schulbildung, Kinderarbeit, Straßenkarrieren und Kinderprostitution bedroht und ihrer Zukunftschancen beraubt sind. Den äußeren Bedingungen der Schutzlosigkeit, der Gefahr der Ausbeutung und des ökonomischen Drucks entspricht eine innere Perspektivlosigkeit, die Kinder und Jugendliche wiederum verletzlicher für die Infektion mit HIV/Aids macht: Wer für sich keine Zukunft sieht, wird sich auch nicht bemühen, sich wirkungsvoll zu schützen.
Wirkungsvoller Schutz aber allein ist es, der gerade Jugendliche beim Eintritt in die sexuell aktive Phase vor der Ansteckung mit HIV/Aids schützen kann. Entscheidend ist es hier, Informationsdefizite auszugleichen und eine Bewusstseinsveränderung anzustoßen, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität – über die rein biologisch-medizinische Dimension hinaus – zu führen und diesen im kulturellen Kontext zu verankern.