Was tue ich hier? Was im missio magazin nicht gedruckt wird, steht in dieser Kolumne. Nachdenkliches, Heiteres und Selbstkritisches aus der Welt reisender Journalisten.
Inhalt
Hinter Kamera und Notizblock
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Das Vorurteil kommt vor dem Urteil
Wir gehen in den Landeanflug auf Johannesburg, eine der bevölkerungsreichsten Städte der Erde. Johannesburg, eine Stadt, die so kurz vor der Fußballweltmeisterschaft den traurigen ersten Platz im weltweiten Ranking der Kriminalität erreicht hat.
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Indische Televisionen
Jetzt ist guter Rat teuer. „Was denken Sie über Indien und wie ist Ihre Meinung über die Rolle der Frauen in Indien?“ Ravindra, ein Reporter vom Fernsehsender N3News hält mir erbarmungslos sein Mikrofon unter die Nase.
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Die Lebenden und die Toten
Auf dem Friedhof von Colombo treffen sich Bischöfe und Bettler, Totengräber und Trauernde. Auch für zwei Reporter aus dem fernen Deutschland findet sich noch ein trockenes Plätzchen.
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Gewehr im Anschlag
Sie tauchen wie aus dem Nichts auf. Zuerst einer, dann zwei. Schließlich versperren uns sechs Soldaten den Weg – die Maschinenpistolen halten sie vor der Brust.
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Fische fängt man nicht im Kühlregal
Ab und zu schwappt Wasser ins Boot. Die kleine Piroge liegt bedenklich tief im Flussbett. Doch das scheint den Flussfischer mit seiner europäischen Journalistenfracht wenig zu stören. Munter erzählt er von drei Frauen, die in der letzten Woche bei der Überfahrt des Flusses gekentert sind.
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Nähe und Distanz
Aus einem Slum zu berichten, muss schockierend sein? Ist es nicht. Denn zunächst geht es auch „nur“ um die Arbeit. Die Eindrücke verarbeitet man erst hinterher.
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Wo die Straßen enger werden
Wenn Joseph doch nur ein bisschen weniger sprechen würde! Er sollte sich lieber auf die holprige Straße konzentrieren und uns sicher zurück in die Stadt bringen.
Mit Gott im Herzen geht man auch nach einer Niederlage als Sieger vom Platz.