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Insgesamt: 33 Einträge

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  • 27.07.2009

    Jobst Rüthers, missio Pressesprecher

    Hallo Frau Löscher-Neu und Herr Neu,

    Sie fragen danach, warum die Katholische Kirche den Gebrauch von Kondomen nicht als wirksamen Schutz gegen HIV/Aids propagiert. Diese Frage ist uns in den letzten Monaten häufig gestellt worden, weil Papst Benedikt sich auf seiner Reise nach Kamerun und Angola hierzu geäußert hat. Ich zitiere aus einem Interview mit missio-Präsident Prälat Klaus Krämer und lade Sie herlich ein, das ganze Interview nachzulesen:

    Frage: "Was sagen Sie als Präsident von missio dazu?

    Prälat Klaus Krämer: Der Papst hat recht: Man kann AIDS in Afrika nicht bekämpfen, indem man Kondome verteilt und glaubt das Problem sei damit gelöst. Die Kondomdebatte und die Fixierung auf Kondome geht weitgehend am afrikanischen Kontext und am eigentlichen Problem vorbei.

    Die Ursachen für die Ausbreitung von HIV und AIDS in Afrika sind vielfältig. HIV verbreitet sich, weil die Menschen nicht über HIV und AIDS sprechen, das Thema wird tabuisiert . Betroffene Menschen werden oft ausgegrenzt. Weil nicht über AIDS gesprochen wird, gibt es viel Unwissen und falsche Vorstellungen. Besonders Frauen und Mädchen sind verletzlich und haben in vielen afrikanischen Kulturen kaum Rechte, schlimmer noch: Immer wieder werden sie Opfer von sexuelle Gewalt.

    AIDS ist dort stark verbreitet, wo die Menschen sehr mobil sind, in den Regionen, in denen die Wanderarbeiter tätig sind und entlang der Fernfahrer-Routen. Eine ganz wichtige Frage ist: Findet Sexualität in einer verlässlichen Partnerschaft statt, in der die Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.

    Diese vielfältigen Ursachen lassen sich nur durch entsprechend vielfältige Maßnahmen bekämpfen. Und da sehe ich die katholische Kirche in Afrika in einer wichtigen Rolle.

    Aber stimmt es nicht, dass Kondome im Kontext von HIV und AIDS auch Leben retten können?

    Prälat Klaus Krämer: Letztlich geht es doch um die Frage, wie verantwortlich gehe ich mit meiner Sexualität um. Wie schütze ich mich und meinen Partner am besten. Das ist letztlich eine Frage der eigenen Verantwortung und des Gewissens, egal ob in Europa oder in Afrika.

    Viele Projektpartner werben erfolgreich für das „ABC-Modell“: A steht für „Abstinence“, also Enthaltsamkeit. Die Botschaft lautet: Enthalte dich von unverantwortlichem sexuellen Verhalten. B steht für „Be faithful“, Bleibe treu. Bleibe deinem Partner treu. Bleibe auch dir selbst, deinen Freunden und deiner Gemeinschaft treu. Die Kirche setzt sich in ihren Aufklärungskampagnen zuerst hierfür ein: für Enthaltsamkeit und Treue.

    C steht für „Condome“, also Kondome, oder für “Choise”, Du hast die Wahl. Wenn du nicht enthaltsam und treu leben kannst, so wähle das geringere Übel und schütze dich vor einer Infektion. Versuche deinen Lebensstil durch bewusste Entscheidungen, durch Gewissensbildung, durch die Pflege der traditionellen Werte und einer Kultur der Liebe zu ändern.

    Nach ABC kommt D. Und D steht für „Death“, für Tod, oder für „Dangerous behaviour“, Risikoverhalten.

    Wenn du A, B und C nicht umsetzt, setzt du dich und andere tödlichen Gefahren aus. Du lebst unverantwortlich und gefährlich. Du musst dir bewusst sein, dass du eine Kultur des Todes verbreitest und dass du dich mit dem HI-Virus infizieren könntest."

  • 01.07.2009

    Detlef Neu

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Bereits viele Jahre senden meine Frau Monika Löscher-Neu und ich für Missio und haben das neulich erhöht. Seit dem letzten Pabstbesuch möchten wir das aber am liebsten aufgeben aus folgendem Grund: In keinster Weise können wir verstehen, warum eine Verhütung mit Condom nicht offensiv als Gesundheitsschutz missioniert wird. Das Gegenteil ist der Fall. damit hardern wir sehr, obwohl alles weitere von den Aktivitäten durch Missio unsere Unterstützung findet. Aufklärung muss an erster Stelle stehen. Aber eben so, dass die Menschen sich noch trauen zu lieben mit der Gewissheit sich oder den Partner und damit auch immer die ganze Famile geschützt zu haben. Das ist bereits ein gutes Lebensgefühl und stärkt das Selbstwertgefühl. Die gesunde Famile kann sich der Zukunft widmen und nicht dem Versorgen eines Aidspatienten. Ist es nicht das was Sie wollen ?
    Wir bitten Sie uns zu antworten.

  • 21.06.2009

    missio-Chefredakteurin,

    Ich meine, dass es prima ist, wenn Sie uns Ihre Meinung über missio und über die missio-Website mitteilen. Ihr Feedback hilft uns, die Website zu verbessern.

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