Zum ersten Mal in der Geschichte des Fußballs findet die FIFA-Weltmeisterschaft im Jahr 2010 auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die Freude war riesengroß als Sepp Blatter Südafrika zum Austragungsort des Fußballevents erklärte und dem „vergessenen“ Kontinent damit endlich die Aufmerksamkeit schenkte, den es verdient.
Im November 2008 gründeten das Internationale Katholische Missionswerk missio in München, Mission EineWelt, das evangelische Missionswerk Deutschland und das ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen den „Club der guten Hoffnung“. In Zusammenarbeit mit südafrikanischen Partnern gibt der Club authentische Einblicke in das südafrikanische Leben. Anhand persönlicher Geschichten werden die Probleme des Landes aufgezeigt – und Männer und Frauen vorgestellt, die unermüdlich für eine Verbesserung der Lebenssituation der Menschen eintreten.
Die gewalttätige Wirklichkeit und die Sehnsucht nach Frieden bestimmen die Arbeit unserer Partner in Südafrika. Auch 16 Jahre nach dem Ende des Apartheidregimes herrscht in der Gesellschaft eine Unkultur der Gewalt, die alle Schichten durchzieht. Die Zahlen sprechen für sich: Südafrika führt weltweit die Mordstatistik an, alle 25 Sekunden wird eine Frau vergewaltigt und jeder vierte Mann gibt zu, schon mal eine Frau sexuell missbraucht zu haben. Die große Gewaltbereitschaft in Südafrika zieht aber auch weitere Probleme nach sich: So steigt die Zahl der Straßenkinder in Südafrika seit Jahren kontinuierlich an und in den sozialen Brennpunkten kontrollieren zunehmend gewaltbereite Gangs das Leben der Menschen.
Fußball verbindet durch das gemeinsame Ziel; Erfolg und Misserfolg jedes Einzelnen liegen in Erfolg und Misserfolg des Ganzen.